Bitterkalte Winternacht
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Rezension bezieht sich auf: Winterreise (Audio CD) Hat man diese Aufnahme gehört, so nimmt man den Titel "Winterreise" toternst. Es ist vor allem das Hammerklavier, welches mit seiner dem modernen Flügel überlegenen Klangklarheit diesen Eindruck hervorruft. Ganz besonders deutlich wird dies im Lied "Das Wirtshaus": fahle Klänge, die ich sonst - auch beim fabelhaften Gerald Moore - so noch nie gehört habe. Ein Erlebnis ist aber auch Christof Prègardien. Seine Tenorstimme artikuliert überaus deutlich und klar, und manchmal, wenn er an die Grenzen des (noch zulässigen) gesanglichen Ausdrucks geht, wird einem gar noch kälter: So im letzten Vers der "Krähe", wo es heißt: "Krähe laß mich endlich sehen, Treue bis zum Grabe!" Das letzte Wort, er schreit es fast und singt es doch. Diese Winterreise macht Ernst, Ernst mit der Musik. Sie trifft dieses grauenvolle Gefühl der Einsamkeit, der Verständnislosigkeit, auf die der Wanderer trifft, seiner Ausgeschlossenheit von den anderen. Sie tut weh. Vielleicht, weil sie Schubert und seiner Musik so nahe kommt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 17. Dezember 1999
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